Platz nehmen. Sich Platz nehmen.

Nicht, um dich zu beweisen. Nicht, um zu funktionieren.Sondern, um einfach zu sein.
Du nimmst Platz. Und während du sitzt, spürst du: Etwas in dir setzt sich auch.
Nicht irgendwo. Sondern in dir selbst. In deiner Geschichte. Deinem Körper. Deiner Würde. Da, wo du nicht mehr kämpfen musst. Wo du nichts leisten musst, um zu passen.
Vielleicht ist es ungewohnt. Sich nicht zu erklären. Nicht künstlich zu lächeln, wenn dir nicht danach ist. Einfach nur zu sitzen. Da zu sein.
Aber genau das ist gemeint: Du darfst Raum einnehmen – still. Ganz. Unaufgeregt.
Sich Platz nehmen.
Es gibt Momente, in denen Frauen nicht einfach nur Platz finden, sondern sich ganz bewusst Platz nehmen. Nicht laut, nicht fordernd – sondern still. Selbstverständlich. In Würde.
Ein Raum, der sie einlädt. Ein grünes Sofa, weich und offen.Kerzenlicht. Stille, die nicht leer ist, sondern voller Präsenz.
Hier entsteht etwas. Ein inneres Ankommen. Ein sich Erinnern: Ich darf hier sein. So wie ich bin. Mit meiner Geschichte. Mit dem, was ich fühle. Mit dem, was ich vielleicht selbst erst wieder wahrnehmen muss.
Platz nehmen heißt nicht, sich in den Mittelpunkt zu stellen. Es heißt, sich selbst nicht länger an den Rand zu drängen. Es bedeutet, aufzuhören, sich klein zu machen, um niemandem im Weg zu stehen. Es bedeutet, sich nicht mehr zurückzuhalten aus Angst, zu viel zu sein.
In solchen Räumen dürfen Frauen einfach sein. Nicht als Rolle, nicht als Funktion – sondern als Mensch. Vieles beginnt mit einem einfachen Satz: „Ich nehme mir den Platz, den ich brauche.“
Und oft beginnt dieser Platz im Außen – mit einem Stuhl, einem Sofa, einem geschützten Rahmen. Doch eigentlich ist es ein innerer Raum, der sich öffnet. Ein Ort, an dem das, was lange keinen Platz hatte, still werden darf. Wo Sätze wachsen, die nicht gefallen müssen.
Wo Tränen nicht erklärt werden müssen. Wo man atmen kann – ohne ein Ziel.
Platz nehmen heißt: In Beziehung treten – mit sich selbst.
Und mit anderen. Nicht höher, nicht tiefer, nicht besser. Sondern auf Augenhöhe.
Mit offenem Herzen. Mit offenem Blick.
Es ist kein Luxus. Es ist wesentlich.
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